Wer in Wien vom „Bermudadreieck“ redet, meint keinen Ozean – sondern die paar Gassen rund um Schwedenplatz, Rabensteig, Seitenstettengasse und Judengasse im 1. Bezirk. Hier erfährst du, wo das Viertel genau liegt, woher der Name kommt, wie ein Abend dort typischerweise abläuft – und wo wir selbst ins Spiel kommen.
Wo liegt das Bermudadreieck in Wien?
Das Bermudadreieck liegt im ältesten Teil der Innenstadt, zwischen Schwedenplatz und Ruprechtskirche – rund um die Ruprechtskirche, die als älteste Kirche Wiens gilt. Die wichtigsten Gassen: Rabensteig, Seitenstettengasse, Sterngasse und Judengasse. Alles liegt so nah beieinander, dass du in einer Stunde drei Lokale ausprobieren kannst, ohne je länger als zwei Minuten zu gehen. Anreise: U1/U4 bis Schwedenplatz, danach zu Fuß; nachts bringen dich die Nightlines vom Schwedenplatz wieder heim.
Warum heißt es Bermudadreieck?
Der Name stammt aus den frühen 1980er-Jahren, als rund um die Seitenstettengasse ein Lokal nach dem anderen aufsperrte und das Grätzel zum Ausgehviertel wurde. Die Wiener Erklärung für den Namen: Wer hier hineingerät, „verschwindet“ – so wie Schiffe im echten Bermudadreieck. Aus einem schnellen Feierabendbier werden gern drei Stationen, und plötzlich ist es drei Uhr früh.
Wie ein Abend im Bermudadreieck abläuft
Das Schöne am Viertel ist die Dichte: Du legst dich nicht auf ein Lokal fest, sondern ziehst weiter, sobald dir danach ist. Ein bewährter Ablauf für den Einstieg:
– 17–20 Uhr: Entspannter Start – jetzt bekommst du überall problemlos einen Platz, auch für größere Runden.
– Ab 20 Uhr: Das Viertel füllt sich, vor allem Donnerstag bis Samstag. Wer sitzen will, sollte schon da sein.
– Nach Mitternacht: Viele Lokale im Grätzel haben deutlich länger offen als anderswo in Wien – am Wochenende teils bis in die Morgenstunden.
Gerade im Herbst und Winter spielt das Viertel seine Stärke aus: Wenn die Gastgarten-Saison vorbei ist, verlagert sich das Wiener Nachtleben nach drinnen – und nirgends liegen so viele Bars so nah beieinander.
Unsere Station im Viertel: die Vulcania Bar, Judengasse 11
Klar, wir sind Partei – aber wenn du eine erste Anlaufstelle suchst, fang bei uns an: Die Vulcania Bar in der Judengasse 11 gehört seit 2015 zum Viertel, mit roter Backstein-Bar und entspanntem Rock-Vibe statt Club-Lautstärke – man kann sich hier tatsächlich noch unterhalten. Auf der Karte: eine große Gin-Auswahl, Whiskys aus aller Welt, Cocktails wie Moscow Mule und London Mule, eine eigene Sprizz-Serie und Fassbier von Wieselburger Gold bis Guinness. Details und Preise stehen in der Barkarte auf vulcania-pub.at. Geöffnet: Montag bis Donnerstag 17:00–02:00, Freitag und Samstag 17:00–04:00, Sonntag 17:00–00:00 Uhr. Fragen oder eine größere Runde? Ruf an: +43 1 532 38 41.
Und danach? Einfach treiben lassen – das Bermudadreieck erledigt den Rest.